FilmGeschichten zum 900.Geburtstag von Linden

Ein Projekt der MedienWerkstatt Linden in Kooperation mit insgesamt acht FilmemacherInnen. Zum Jubiläumsjahr 2015 von Hannover-Linden werden sechs sehr unterschiedliche Geschichten zum Stadtteil Linden-Limmer erzählt und in einem gut 90 Minuten langen Film zusammengeschnitten.

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Die MedienWerkstatt Linden wurde 1978 als gemeinnütziger Verein gegründet und ist seitdem im Stadtteil Linden beheimatet. Ansässig ist sie in den Hofgebäuden Charlottenstraße 5 / Ecke Deisterstraße. Sie hat sich in den vergangenen 37 Jahren zu einem Medienzentrum entwickelt, das auch über die Grenzen Hannovers hinaus von Bedeutung ist. Weiterbildung sowie Eigen- und Auftragsproduktionen sind Schwerpunkte ihrer Arbeit.

Die „Lindener FilmGeschichten“ hatten am 2. Mai auf dem Stadtteilfest und vier Tage später im Apollo-Kino Premiere, wo sie noch öfter laufen. Sie werden weiter gezeigt am:

25. Mai: Pfingstmontag 11.00 Uhr, zur Matinee im Apollo-Kino
11. Juli: nachmittags und abends, auf deutsch-spanischem Fest im Ahrberg-Viertel
12. bis 19. Juli: nachmittags bis abends am Küchengarten, in einer Box / einem Container
18. Juli: 17.00 und 20.00, MedienWerkstatt, Hof Charlottenstr. 5 (Deisterstraßenfest)
7. August: 20.00 Uhr, bei FAUST, Biergarten Gretchen
13. September: Sonntag ganztägig, im Heizkraftwerk Linden (Besuchertag enercity)
19. September: 12.00 – 22.00 Uhr, im Fössebad (Straßenfest „Linden liept Limmer“)
7. Oktober: 15.00 Uhr, im Freizeitheim Linden (Schwerpunkt „Stunde Null“)
11. Oktober: 18.00 Uhr, im Gemeindesaal der Godehardikirche (Posthornstraße).

Verbindendes Element zwischen den sechs Kurzfilmen ist ein Musikstück, das immer wieder vorkommt. Dieser „Lindensong“ wurde für den Film vom Lindener Musiker Lutz Krajenski komponiert und in verschiedenen Varianten neben Lutz Krajenski selbst von unterschiedlichen Interpreten (Carsten Bethmann, Thomas Posth, Band LINDENCORE) arrangiert.

Die Filme tragen die individuelle Handschrift ihrer Autoren. Die Beiträge im einzelnen:

NICHTS WENIGER ALS DIE ZUKUNFT
von Alexander Schlichter und Norbert Plachta

Was die Zukunft Linden und Limmer bringt, liegt noch in den Sternen. Um auf die Spurensuche zu gehen, haben wir uns himmelaufwärts begeben. Von dort ist es noch weit zu den Sternen, aber manches sieht auf einmal anders aus. Es wird nicht weniger Linden, es sieht nur etwas kleiner aus. Linden aus einer anderen Perspektive sehen.

Nichts weniger als die Zukunft from Alexander Schlichter on Vimeo.

STUNDE NULL
von Hans-Jürgen Hermel und Shaun Hermel

Das Kriegsende in Linden: Am 10. April 1945 fahren Panzer durch die Limmerstraße. Amerikanische Soldaten befreien Linden vom Faschismus. Nur noch wenige ZeitzeugInnen leben und können ihre Erinnerungen zur „Stunde Null“ schildern. Sie berichten von ihren Erlebnissen mit der NS-Gewaltherrschaft und vom Kriegsende. Und darüber, wie es danach weiterging, inwieweit der „Tag der Befreiung“ für sie einer war.

SCHMELZTIEGEL
von Wolfgang Becker

Der Marktplatz in Linden-Mitte ist zum lebendigen Treffpunkt geworden. Immer wieder samstags ist hier Wochenmarkt, vor allem gegen Mittag zieht es die „neuen Lindener“ an den beliebten Ort. Der Kurzfilm zeigt Menschen auf dem Marktplatz als Spiegelbild der sozialen Veränderungen im Stadtteil.

SPANIERHOCHBURG
von Bernd Wolter

Von den insgesamt 10.000 Bewohnern Linden-Süds haben viele spanische Wurzeln. Man trifft sich im Ahrbergviertel in der Bodega „Rias Baixas“ oder im galicischen Club, im Lebensmittelmarkt „Los Amigos“ oder in einem der zahlreichen spanischen Restaurants. Anders als bei anderen „Gastarbeitern“ ist die Integration der spanischen Zuwanderer relativ reibungslos verlaufen. Wie Spanier zu Lindenern wurden, zeigt dieser Film.

STADT IM WANDEL
von Franziska Wenzel, Wolfgang Becker und Bernd Wolter

Noch zeugen ein Wasserturm und marode Fabrikgebäude von hundert Jahren Industrieproduktion. Jetzt laufen auf der Conti-Brache entlang zweier Kanäle die Vorbereitungen für den Bau einer Großsiedlung, der zukünftigen Wasserstadt Limmer. Der Film bildet die Spannungsfelder zwischen den Beteiligten ab und zeigt den Prozess der Bürgerbeteiligung.

DREI WARME BRÜDER
von Tosh Leykum

Das 1962 in Betrieb genommene Heizkraftwerk-Linden (HKW) ist das heimliche Wahrzeichen von Linden. Von vielen Bürgern wird es liebevoll „Die drei warmen Brüder“ genannt. Auf Taschen, Aufklebern, Postern, Postkarten und auf vielen Logos befindet sich ein Abbild dieses imposanten Gebäudes mit den drei Schornsteintürmen, die derzeit bei Nacht wie eine künstlerische Riesenplastik Rot und Violett ausgeleuchtet sind. Ein Film rund um den Kult des HKW-Linden.

www.medienwerkstatt-linden.de

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