Linden Leben – Eine Foto-Ausstellung

Julie Gasnik: In einer gemütlichen Runde wird etwas Billard gespielt, die Regeln werden nicht immer genau beachtet, Hauptsache man hat Spaß

Julie Gasnik: In einer gemütlichen Runde wird etwas Billard gespielt, die Regeln werden nicht immer genau beachtet, Hauptsache man hat Spaß

15.10.2015 – 08.11.2015 / Präsentation in der Kunsthalle Faust
Vernissage: Sonntag, 11. Oktober, 15 Uhr

Das gemeinsame Projekt der Studiengänge Journalistik sowie Foto-Journalismus und Dokumentar-Fotografie zeigt in Kooperation mit der Kunsthalle Faust einen der beliebtesten und lebhaftesten Stadtteile Hannovers: Linden, ein Stadtteil, der in diesem Jahr 900 Jahre alt geworden ist. Angehende Wort- und Foto-Journalisten porträtieren gemeinsam den Stadtteil und seine Bewohner.

In Reportagen und Interviews widmen sich die Studierenden dem Leben und dem Lebensgefühl in Linden. 250 Fotos erzählen 18 bekannte und weniger bekannte, traurige und witzige Geschichten aus diesem multikulturellen und facettenreichen Mikrokosmos und zeigen, was Linden so besonders macht.

Michael Braunschädel schaut sich die Stadtteilgeschichte an. In seiner Arbeit “Braunes Linden” hinterfragt er kritisch die vorherrschende Meinung, dass Linden zur Zeit des Nationalsozialismus die Wiege des Widerstands gewesen ist, und stellt die Frage, wo das rote Linden war, als tausende Menschen deportiert, terrorisiert, enteignet und ermordet wurden. Er zeigt unter anderem Orte in Linden, wo der niedersächsische Verband der SA untergebracht war, wo Zwangsarbeiter beschäftigt wurden und wo ein Frauen-KZ entstand.

Julie Gasnik widmet sich der traditionsreichen Gegenwart und lädt mit ihren Bildern in eine seit über 50 Jahren bestehende Kneipe in Linden-Nord ein. Hier, im Elisen-Eck, treffen sich Stammgäste und lassen gemeinsam bei einem frisch gezapften Bier den Abend ausklingen. Angelina Vernetti inszeniert in außergewöhnlichen und teils humorvollen Porträts neun Lindener Künstler. Ein Feuerkünstler, ein Pantomime oder eine Straßenkünstlerin – sie alle stehen für Kreativität und die kulturelle Vielfalt des Stadtteils.

“Dieser hannoversche Stadtteil ist für viele der Inbegriff der Offenheit, Kreativität und des rücksichtsvollen Miteinanders. Vor diesem Hintergrund war es nicht überraschend, dass so viele Studierende zu ihrem Stadtteil fotografisch Position beziehen wollten. Sie porträtierten junge Unternehmer und Flaschensammler, Kleingarten-Besitzer und einen Shanty-Chor und bewiesen wieder einmal, dass sich gute Geschichten auch dort finden lassen, wo man sich täglich bewegt – und damit auch, warum Linden für sie in einer Reihe steht mit New York, London und Berlin”, sagt Prof. Lars Bauernschmitt, Fotografie-Professor an der HsH und Projektleiter.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Michael Braunschädel, Julie Gasnik und Angelina Vernetti

Linden Leben
Eine Foto-Ausstellung
Ausstellungsdauer: Donnerstag, 15. Oktober, bis Sonntag, 8. November 2015
Vernissage: Sonntag, 11. Oktober, 15 Uhr
Öffnungszeiten: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2 Euro

Gefördert vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    wunderbar, dass dieses Projekt so schön angeteased wird. Ich finde es aber nicht sonderlich gerecht, dass nur 3 Künstler hier genannt werden von einer Gruppe mit bestimmt 15-20 Leuten. Den anderen (schreibend und fotografierend) gebührt hier genauso Dank! Oder man nennt konsequent gar keine Namen.

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